Die RockTimer: Jens Groh
Jens Bei mir begann das mit der Musik im Herbst 1978, das weiß ich noch sehr genau, denn alles was ich bis dato hörte, hatte mich mit meinen damals sechs Jahren nicht wirklich interessiert. Verständlich, in dem Alter ist das Spielzeug auch näher als irgendwelche Musik. Meine große Schwester schenkte mir damals eine gelbe Kassette - ich war immerhin seit ein paar Tagen stolzer Besitzer eines Kassettenrekorders, und in meinem unglaublich mannigfaltigen Kassettenhort (fünf Hui-Buh-Kassetten) machte sich diese gelbe außerordentlich gut.
Nun, am selben Tag war ein ziemliches Gewitter und ich spielte. Im Hintergrund fing gerade besagtes Tape, auf dem auch ein Gewitter zu hören war, an zu laufen. Aber ein paar Minuten später erscholl furchtbarer Lärm aus dem kleinen Lautsprecher, der mich die darauf folgende Nacht nicht schlafen lies - vor Angst. Tja, das Tape war die erste Black Sabbath, und in dem Maße, wie mich das Ganze verschreckte, faszinierte mich das Gehörte zugleich.
Nach über dreißig Jahren zählt Black Sabbath immer noch zu meinen Lieblings-Bands, der olle Ozzy hat's geschafft, mich in die düstere Welt des Heavy Metals zu locken, in der ich heute immer noch gerne verharre.
Angetrieben von diesem Erlebnis, erforschte ich in den nächsten Jahren die Plattenschränke meiner beiden Schwestern, und begegnete dabei solch illusteren Gestalten wie Kiss, AC/DC, The Who, Jimi Hendrix, Queen, Motörhead. Aber auch Musik wie sie Kate Bush machte, faszinierte mich zusehends. Wie man noch heute bei mir merkt, haben meine beiden Schwestern ganze Arbeit geleistet. DANKE an euch beide, ihr seid Schuld, was aus mir geworden ist. HARHAR.
Später sollten noch Bands wie Running Wild, Accept und Iron Maiden folgen. Letztere vergöttere ich heute immer noch. Allerdings hatte mich auch bald der Schneller-, Härter-, Brutaler-Virus infiziert und ich begann nur noch wirklich derben Stoff in mich aufzusaugen. Bands wie Celtic Frost, S.O.D, Anthrax, Venom oder Death waren hier nur der Anfang, bevor ich mich ganz in den Krach verliebte. Es folgten Krawallkombos wie Napalm Death, Extreme Noise Terror, Carnivore, Obituary, Carcass. Der ganze Death/Grind der späten Achtziger und frühen Neunziger hatte und hat mich heute noch in seinem Bann. Dazu gesellte sich Hardcore und Punk - dort hinterließen Bands wie die Dead Kennedys, The Exploited, Suicidal Tendencies und Spermbirds deutliche Spuren.
Allerdings liebe ich bis heute auch die gegensätzliche Seite, nämlich das Lavaartige des Doom Metals, Bands wie Candlemass, die ja eigentlich nichts anderes wie die Sab-Four machen, nur halt langsamer. Und Saint Vitus schaffen es immer wieder, mich in meinem Geschwindigkeitsrausch zu bremsen.
Wobei aber der Death bzw. Funeral Doom mich auch zu begeistern vermag und ich dort besonders Shape Of Despair und Esoteric, B.Son für meine fiesen Momente aus dem CD Regal hervorwuchte.
Tja, und da ich sowieso schon immer alles was ich höre auch analysiert und kritisch betrachtet habe, war irgendwann der logische Schritt, meinen Senf in einem Online-Mag kundzutun. IHR habt es nicht anders gewollt!!! HARHARHAR
So, nun meine Alltime-Faves. Hhm, das wird 'ne harte Nuss...:
  • Black Sabbath: Alles außer der Technical Ecstasy
  • Iron Maiden: Somewhere In Time, Live After Death
  • Kiss: Music From The Elder
  • Candlemass: Epicus Doomicus Metallicus
  • Napalm Death: Scum
  • Dark Angel: Darkness Descends
  • Slayer: Reign In Blood
  • Darkthrone: A Blaze In The Northern Sky
  • Bolt Thrower: Warmaster
  • Death: Scream Bloody Gore
  • Sanctuary: Refuge Denied
  • Asphyx: The Rack
  • Cirith Ungol: King Of The Dead
  • Hellhammer: Apocalyptic Raids
  • und und undů aber fragt mich an einem anderen Tag und ich würde wahrscheinlich ganz andere aufzählen. Es gibt einfach zu viele gute Platten.
Abseits des Metals:
  • Marillion: Misplaced Childhood
  • Kate Bush: Hounds Of Love
  • Kraftwerk: Autobahn
  • Fields Of The Nephilim: Nephilim
  • Pink Floyd: The Wall
  • und auch dort und und undů
Beste Konzerte:
  • Iron Maiden 88 und 92
  • Dark Angel 89
  • Candlemass 89
  • Danzig 90
  • Bolt Thrower 02
  • Alle Doom Shall Rise Festivals
  • Nevermore 01
  • King Diamond 90
  • Skyclad: 92
  • Styx 00
  • Tankard 08
  • Nicht zu vergessen, all die kleinen Konzerte von lokalen Bands