The Argent Dawn / A Blank Eternity
A Blank Eternity Spielzeit: 33:35
Medium: CD
Label: Rising Records/PHD, 2010
Stil: Death Metal / Grindcore

Review vom 18.02.2010


Andrea Groh
The Argent Dawn (dt. 'Die Argentumdämmerung') ist im Online-Rollen-Spiel World of Warcraft eine Organisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Azeroth vor der Bedrohung durch die Geißel zu beschützen. Ihre Stützpunkte befinden sich in den östlichen und westlichen Pestländern.
Soweit die Erklärung, die ich gefunden habe, genauer kenne ich mich leider nicht aus, denn bisher mangelte es mir an Muße und Geduld, mich mit der faszinierenden aufwändigen Welt von WoW auseinanderzusetzen, bzw. mitzuspielen.
Etwas mehr Zeit hatten wohl fünf Jungs aus Swindon/Wiltshire (Südwestengland), denn sie gründeten 2006 eine Death Metal- / Grindcore-Band (irgendwie typisch für diese Region, Birmingham, das für diese Stilrichtungen bekannt ist, liegt 85 Meilen nördlich davon) mit dem Namen The Argent Dawn, der von ihrer Begeisterung für dieses und andere Video Games zeugt.
2007 und 2008 veröffentlichten sie jeweils ein Demo. Eine Zeitlang waren sie bei dem Label This City Is Burning Records unter Vertrag, allerdings erschien dort nie etwas. 2008 unterschrieben sie bei Rising Records, bei denen nun 2010 auch das Debüt "A Blank Eternity" herauskommt.
In den gut drei Jahren der Bandexistenz konnten sie, unterwegs mit Dying Fetus, Whitechapel, Despised Icon und Napalm Death, auch Live-Erfahrungen sammeln.
Dies hört man "A Blank Eternity" an, denn alles ist flüssig sowie tight gespielt und klingt nicht, als ob Anfänger am Werke wären, sondern die Musiker wirken für ihr Alter routiniert. Erfreulicherweise haben sie sich auch nicht für eine moderne Trendstilrichtung wie Metalcore oder Melo Death Metal entschieden, sondern bringen frischen Wind in die schon seit den 80ern existierende Sparte Death Grind und sollten damit neben jüngeren auch ältere Hörer sowie die Traditionalisten aller Altersklassen ansprechen können.
Aufwändigen Firlefanz oder großartige Neuerungen gibt es nicht, aber das würde auch niemand erwarten. Es wird ordentlich gerumpelt und gegrunzt, durch Tempowechsel wirken die Songs aufgelockert, es werden sogar mal ruhige Stellen oder Slow-Mo-Parts eingestreut, was aber eher selten vorkommt, denn meistens ist flott zocken die verwendete Taktik. Wirklich hängen bleibt mir bisher allerdings nichts, das ist etwas, was The Argent Dawn noch fehlt, aber kann ja noch kommen
Davon abgesehen ist das Ganze für Fans von britischem Geschepper oder auch von den Belgiern Aborted durchaus interessant. Wer mit Rumpelgrunz dieser Sorte noch nie etwas anfangen konnte, wird auch mit dieser Veröffentlichung seine Meinung nicht ändern. Epische Songaufbauten, einprägsame Melodien oder ähnliches wären fehl am Platz.
Voll auf die Glocke ist eher das Motto, wobei The Argent Dawn nicht blindlings daraufflosbollern, sondern mit Strategie vorgehen (ballern halt nicht nur Zombies in Egoshootern ab, sondern spielen auch Anspruchsvolleres). Trotzdem ist der Level nach nur einer guten halben Stunde durch, die Feinde besiegt und das Ziel erreicht.
Wer nun neugierig geworden ist und auf diese Art der Unterhaltung steht, kann ruhig mal ein Spielchen wagen, äh das Scheibchen kaufen und hören.
Line-up:
Jamie Harrison (vocals)
Jake Lawrence (guitar)
Tom Scobie (guitar)
Grant Anthony (bass)
James Mudd (drums)
Tracklist
01:A Blank Eternity
02:Carving Our Path
03:The End
04:Soul Infection
05:Earth Angel
06:Veil Of Disgust
07:World Of Hate
08:Shadow Of Intent
09:Monotonous Anguish
10:Shwatguns
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