The Casting Out / Go Crazy! Throw Fireworks!
Go Crazy! Throw Fireworks! Spielzeit: 34:06
Medium: CD
Label: Revolver Distribution Services (Soulfood), 2009
Stil: Indie, Punk Rock

Review vom 30.05.2009


Mike Kempf
Das amerikanische Quintett The Casting Out hat seine im Mai 2009 veröffentlichte Scheibe "Go Crazy! Throw Fireworks!" in Deutschland via Revolver Distribution Services/Soulfood auf den Markt gebracht. Die sparsamen 34 Minuten für immerhin zwölf Tracks sind stilbedingt wohl ok.
Der Opener "Quixote's Last Ride" dürfte einigen schon von der EP bekannt sein, ein Song, der schon reichlich Lorbeeren einheimste. In der Tat hat das Teil nach der Trennung von Keyboarderin Darby Dinatale eine Auffrischung erhalten und kommt schneller, peppiger rüber. Auch der folgende Song "Don't Forget To Breathe" schlägt in die gleiche Kerbe und könnte sich ebenfalls zu einem Hit entwickeln. Besonders fallen bei den ersten Liedern die knallharten Drums von Pat (ches) auf, der seine Felle gnadenlos beackert. Respekt!
Sänger Nathan Grey, der ebenfalls schon heftig abgefeiert wurde, kommt recht gut rüber. Nur den Background empfinde ich als störend, da er für mich immer unpassend wirkt. Oh, nun habe ich aber eine Schwachstelle erwischt: "I Feel Fine" driftet knapp ins Poppige und verlangt förmlich danach, übersprungen zu werden. Doch nach diesem Ausrutscher findet die Band wieder in die Spur, obwohl "Walk Away" und "The Ebbing Of The Tide" nicht gerade die Kracher sind. Wie bereits erwähnt, ohne den hintergründigen Schmalzgesang würden sich die Songs um Klassen besser anhören.
Pat (ches) eröffnet mit einem Trommelwirbel "Liar", das sehr spielstark vorgetragen wird und damit zu den besseren Tracks des Albums gehört. "These Alterations" ist nicht gerade schlecht, aber irgendwie fehlt bei diesem Song das nötige Feuer, um endlich mal auszurasten. OK, vielleicht möchte die Band ausschließlich das softe Punk-Terrain betreten. An sich ist dagegen auch nichts zu sagen, dennoch hätte etwas Abwechslung dem Tonträger gut getan.
"These Alterations" und "Just Pretending" ziehen sich wie ein roter Faden durchs Album und ich ahne schon, wie es mit "May I Have This Dance" weitergeht. Nämlich nach derselben Rezeptur der vorherigen Songs. Mit "A Sort Of Homecoming" folgt mein persönlicher Anspieltipp. Ein Song der recht ansprechend meine Ohrmuscheln versorgt und das Verlangen erweckt, ihn gleich noch mal zu hören. Trotzdem, dieser Backgroundgesang raubt mir so langsam den letzten Nerv. Schlusssong "Dial 9-1…And Wait" gehört zu den besseren Stücken des Scheibchens, ohne gleich einen Grammy zu fordern.
Was bleibt letztlich von der Platte hängen? Musikalisches Potential ist durchaus vorhanden, wobei Pat(ches) an den Drums am meisten beeindruckte. Aber überzeugt Euch selbst. Als Hilfestellung für eine Kaufentscheidung kann ich ihre MySpace-Seite empfehlen, um von den Hörproben Gebrauch zu machen.
Line-up:
Nathan Gray (vocals)
'Dr.' Lee Dickerson (guitar)
Jack Fusco (guitar)
Chris 'The Reverend' Rakus (bass)
Pat (ches) (drums)
Tracklist
01:Quixote's Last Ride
02:Don't Forget To Breathe
03:Lullaby
04:I Feel Fine
05:Walk Away
06:The Ebbing Of The Tide
07:Liar (And The Award Goes To..)
08:These Alterations
09:Just Pretending
10:May I Have This Dance
11:A Sort Of Homecoming
12:Dial 9-1…And Wait
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