Ciao Bella / Same
Ciao Bella Spielzeit: 47:26
Medium: CD
Label: Moon Sound Records, 2006
Stil: Rock

Review vom 21.05.2007


Joachim 'Joe' Brookes
Ciao Bella …bella Italia?
Nein, nein, Ciao Bella ist eine Band aus Dallas, direkt aus dem Herzen Texas', die seit dem Jahr 2003 auch regelmäßig durch Deutschland tourt.
Ciao Bella ist eine Band, die rrrrrockt und links sowie rechts am Rande des Rock-Pfades Souliges, Folkiges, oder einfach auch reggaemäßig Groovendes in ihre Musik einfließen lässt.
Ciao Bellas Songwriting ist fest in Frauenhand. Vier Songs stammen von der Bassistin Darla Whisenant, alle anderen von der Bandleaderin Gabrielle (oder Bella) Estrada.
Seit 1999 ist man ständig in Clubs rund um Dallas und Fort Worth auf der Bühne. Regelmäßige Auftritte hat man im Sue Ellen's in Dallas.
Mit Christian Estrada bilden die Geschwister den Kern der Band, und auf dem gleichnamigen Album wird das Quartett durch einige Gastmusiker verstärkt.
Es wird aber nicht nur gerockt, denn mit "All Of Me" hat die Estrada eine emotionsgeladene Ballade geschrieben, die man gleich mal als Anspieltipp empfehlen kann. Bella singt mit einer kräftigen, voluminösen Stimme und spielt eine tolle akustische Gitarre, die so manchen Track bereichert und einen gelungenen Gegenpol zur elektrischen Gitarre ihres Bruders bildet.
"Somebody Else" gibt es in zwei Versionen, die die Qualität der Band doppelt unterstreicht. Die rockige Variante (Track 10) ist schon klasse, durchsetzt mit schönen Breaks und Hooklines. Man sollte dann direkt mal zum letzten Song der CD skippen, denn die akustische Ausgabe, mit Piano (Paul Allen) und wenig Keyboardbegleitung ist Ciao Bella in voller Blüte. Bella Estrada schüttet ihr Herz aus und man spürt nicht nur hier, dass sie und die Band für ihre Musik leben, sich voll mit ihr identifizieren.
"Tell Me", ruhig beginnend um sich dann voll zu entfalten, ist ein gelungener Einstieg für das Album. Der Sound der CD ist Qualität pur, klar wie soeben geputzte Fensterscheiben. Christian Estrada an der Lead-Gitarre weiß nicht nur im Opener zu gefallen.
Rockige Riffs eröffnen "Searching", und zur Überraschung des Hörers wechselt der Track recht schnell den Rhythmus und man wippt mit dem Fuß zum locker angedeuteten Reggae-Takt. Wie bereits erwähnt, ist das sich ergänzende Zusammenspiel der akustischen und elektrischen Gitarren eines der Schmankerl der CD.
Erster von Darla Whisenant geschriebener Song ist das rockige "Novocain", das Bella Estrada mit viel Soul in der Stimme singt.
Mit den von der Bassistin verfassten Songs im Visier kommen wir zu "7 A.M.", einer Ballade, die durch Wendy Moores Kongas bereichert wird. Christian Estradas Instrument klingt verträumt und Izzys Rhythmusgitarre liefert die Würze und über allem 'thront' Bellas Stimme.
Verzerrte Gitarren im Wah Wah-Sound dominieren "Who's The Bitch" und in "Look In The Mirror" kommt das Aushängeschild von Ciao Bella wieder voll zur Geltung: Die Akustische und die elektrisch verstärkten Gitarren übernehmen wieder das Zepter und summieren sich zu einem knackigen Bandsound.
Es wird Zeit, einen der noch nicht erwähnten Gastmusiker zu loben: Paul Layman an den Drums! Er versteht es zusammen mit der Whisenant jedem Song das perfekte Fundament zu verpassen. Bei genauerem Hinsehen gibt es keinen Drummer bei Ciao Bella. Spielt die Band live ohne Drummer?
"Ground Above You (Suicide)" ist, ähnlich wie "Searching", Reggae in texanischer Interpretation und für "I've Been Thinking" wird wieder schärfer gewürzt, sodass dabei eine schöne Rocknummer mit folkigem Einschlag in den ruhigeren Phasen entstanden ist.
Ciao Bella versteht es durch musikalische Vielfalt und einer Sängerin in Person von Bella Estrada, die mit viel Verve und Emotion in der Stimme singt, zu gefallen. Es wird gute Unterhaltung geboten und man kann sich bei der Qualität des Songwritings gut vorstellen, dass das Quartett auch bei Konzerten Begeisterung auslöst.
Well done!
Line-up:
Bella Estrada (vocals, acoustic guitar)
Darla Whisenant (bass, keyboards, backing vocals)
Izzy (rhythm guitar, keyboards)
Christian Estrada (lead guitar)

Guests:
Paul Layman (drums)
Paul Allen (piano)
Wendy Moore (congas)
Kristy Rich (backing vocals)
Tracklist
01:Tell Me (3:45)
02:Searching (4:11)
03:Novocain (3:07)
04:7 A.M. (4:50)
05:Who's The Bitch (3:48)
06:Look In The Mirror (4:14)
07:Ground Above You (Suicide) (3:45)
08:I Want You (4:27)
09:I've Been Thinking (3:28)
10:Somebody Else (4:05)
11:All Of Me (4:05)
12:Somebody Else [Acoustic Piano Version] (5:16)
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