First Child / Queen Of Hearts
Queen Of Hearts Spielzeit: 65:30
Medium: CD
Label: Onslow Records, 2009
Stil: Rock, Pop Rock

Review vom 17.05.2009


Ilka Heiser
Die 'Queen of Bassguitar', Cat, mit ihrer Band First Child ist wieder da und knallt uns ihren neuen Output, "Queen Of Hearts" um die Ohren (welches Wortspiel).
Natürlich war ich gespannt auf diese Veröffentlichung, hatte ich doch bereits schon ihr Debüt in meinem Player, mit dem sie einigen Eindruck bei mir hinterlassen konnte. Aber nicht nur bei mir, auch allgemein erhielt sie fast ausschließlich gute Kritiken. Um so hochgesteckter waren natürlich meine Erwartungen, als ich nun die neue Scheibe in den Händen hielt.
Dieses Mal präsentiert sie uns ein Konzeptalbum - welches sich übrigens mit sämtlichen Facetten des Glücksspiels befasst - mit dem sie die Hard Rock-Szene aufmischen möchte.
Gleich mit Vollgas geht es also in die Albumrunde, denn mit einem fast AC/DC-mäßigen Rock-Song allererster Güte, dem Titeltrack, zeigt uns Fräulein Cat die Marschrichtung an - dachte ich zumindest.
Doch nein, die junge Dame will uns offensichtlich zeigen, dass sie nicht nur kräftig rocken kann, sondern die gefühlvolle Schiene gleichfalls beherrscht und bewegt sich zwischen Power Rock und Balladen-Nummern. Somit ist "Queen Of Hearts" insgesamt auch ein recht abwechselungsreiches Album geworden.
Ihre variable Seite zeigt sie zum Beispiel sehr eindrucksvoll mit dem recht gelungenen Softsong "When I Dream".
Zurück in die gewohnten Hard Rock-Gefilde geht es dann wieder mit "Gambler" oder auch "Just The Way I Am" (Whitesnake lassen grüßen). Und bei "Bones" hab ich den Eindruck, dass hier tatsächlich Led Zeppelin Pate gestanden hat. Kein Wunder, haben doch Hard Rock-Bands wie eben Whitesnake, aber auch Deep Purple und besagte Led Zeppelin ihre Spuren im Schaffen Cats hinterlassen.
Midtemponummern wie "Every Bullett" sowie das herrlich bluesige, über acht Minuten ausufernde "Don't Mess Around" gehören zu meinen Favoriten auf der Scheibe. Hier kann sie sich am Bass ordentlich austoben und ich mir lebhaft vorstellen, dass das Stück - zumal es viele Improvisationsmöglichkeiten bietet - live ein absoluter Knaller ist.
Immer wieder beeindruckend auch ihr Stimmumfang, der von lasziv schmeichelnd bis zur Powerröhre reicht.
Dennoch finde ich die kraftvoll, dynamischen Stücke irgendwie erfrischender, denn sie zeigen eine unbekümmerte Frontfrau und Bassistin, die es versteht, zu rocken und den Saal zum Kochen zu bringen. Denn das ist es, was ich auch von ihr erwarte und dass sie das kann, hat sie schon mehrfach bewiesen.
Diese Scheibe enthält für meine Begriffe zu viele Füller, Popsongs, die zwar einen leichten sechziger Jahre-Touch versprühen ("Gypsy Woman", "Bye, Bye Baby" oder auch "Back Home"), mir aber eindeutig zu seicht sind. Ich glaube, hier wäre weniger tatsächlich mehr gewesen.
Cat - ich hoffe, das nächste Album bringt wieder mehr Heavyness rüber und kracht, so wie ich es von Dir gewohnt bin. Mich tät's freuen.
Line-up:
Cat the Cat (vocals, bass, guitar electric & acoustic)
Stefan Preussner (drums, backing vocals)
Bernd Schlemmer (guitar electric & acoustic, backing vocals)
Tracklist
01:Queen Of Hearts
02:Gambler
03:Every Bullett
04:Rock This Town
05:Just The Way I Am
06:Bones
07:Don't Mess Around
08:For The First Time
09:Back At Home
10:Face In The Mirror
11:Gypsy Woman
12:When I Dream
13:Shout Out Devil
14:Have Mercy
15:Bye, Bye My Baby
16:What Are We Fighting For
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