Nach Barn Doors And Concrete Floors gibt es auf "2011 Barn Doors Spring Tour, Live In Holland" sieben Tracks der Studio-CD nun live und ungekürzt. Als sehr interessante Zugabe enthält das Album noch eine DVD-Dokumentation mit dem Titel "The Making Of Barn Doors...".
Israel Nash Gripka live ist ein weiterer Hochgenuss. Mit fast identischem Line-up war er im Frühjahr 2011 unter anderem auch in den Niederlanden unterwegs. Die zehn Songs wurden bei dem Konzert am 25.04.2011 im Mr. Frits (Eindhoven) mitgeschnitten.
Bei der Live-CD gibt es nur eine Enttäuschung zu vermelden: Der Tonträger ist viel zu kurz, aber trotzdem faszinierend gut. Mit gleich vier Saiteninstrumenten geht die eingespielte Band hier zur Sache und live rockt man richtig prächtig. Einerseits wird ein fetter Sound erzeugt und andererseits geht es auch bedächtig zu. Logischerweise muss auch in Bezug auf vorliegende Platte der Name Neil Young fallen und bei "Louisiana" dürfen die Rolling Stones zitiert werden.
Sowohl auf der Studio-Ausgabe als auch live darf man mit Fug und Recht behaupten, dass sich dieses "Louisiana" zu einem Markenzeichen des Protagonisten entwickelt. Ach, wie schön, eine der Vorzeige-Nummern von "Barn Doors And..." ist hier auch vertreten: "Red Dress". Gripkas Harp heult herrlich, die Gitarren sind schön knarzig und der Refrain motiviert zum Mitsingen. Eric Swansons Mandoline sorgt für feine Fills und den Gesang mag man eh.
Au ja! Zum Schluss weicht der Amerikaner von seinen eigenen Kompositionen ab und bringt mit "Revolution Blues" einen Young-Song zum Besten. Da dürfen die Amps auch ruhig weiter aufgedreht werden und der Hörer greift in Richtung Lautstärkeregler. Hammer, diese Nummer! Okay, der Americana-Vorreiter hat durch das Band-Line-up einen deutlichen Schwerpunkt auf die Saiten-Instrumente gelegt und die fetzen auch mächtig. Zum Abrunden des guten Geschmacks könnte man sich im Aufgebot auch einen Fiddle-Player vorstellen.
"Baltimore" ist eine Minute gestreckt worden. Eine starke Band spielt auf und da darf der Hörer mehr E-Gitarren genießen. Wer "Barn Doors And Concrete Floors" besitzt, bekommt mit der Live-CD das Sahnehäubchen obendrauf. Wegen der noch zu erwähnenden DVD ist die zeitmäßig beschränkte Album-Veröffentlichung unbedingt zu empfehlen.
"Goodbye Ghost" mausert sich zu einem weiteren Highlight. Schön ist ein sehr gut gesetzter Rhythmuswechsel und Gripkas Gesang kommt ehrlich und ambitioniert rüber. Auch die Backing Vocals von gleich drei Bandmitgliedern finden erfreute Abnehmer. Bei so klasse Americana sei es dem Künstler verziehen, dass sich die Scheibe nur gut siebenundvierzig Minuten im Player dreht. Grund genug, ein Konzert von Israel Nash Gripka zu besuchen.
Die DVD erweist sich als sehr entspannte Unterhaltung in etwas über vierundzwanzig Minuten. Man wird Zeuge des Handwerkers Gripka beim Umbau der Scheune, es wird ein Geburtstag gefeiert, die Musiker spielen zeitweise ohne Dach über dem Kopf im sonnigen Freien vor dem Gebäude, man unterhält sich bei Spaziergängen über Gott und die Welt, aber natürlich ist auch die Musik des Albums Thema. Die DVD ist schlichtweg schön. Dieser Silberling ist nur in der limitierten Ausgabe des Albums erhältlich.
Mit dem Text des Informationsblattes kann diese Rezension nicht treffender abgeschlossen werden: »Einfach klasse, dieses Paket!«
Line-up:
Israel Nash Gripka (vocals, guitar, harmonica)
Joey McClellan (guitar, vocals)
Chris Holston (guitar)
Eric Swanson (mandolin, bass, vocals)
Aaron McClellan (bass, vocals)
Josh Fleischman (drums)
| Tracklist |
CD: 2011 Barn Doors Spring Tour, Live In Holland
01:Fool's Gold (3:59)
02:Antebellum (5:10)
03:Goodbye Ghost (5:46)
04:Four Winds (3:49)
05:Pray For Rain (4:11)
06:Red Dress (4:32)
07:Louisiana (4:10)
08:Evening (4:58)
09:Baltimore (6:30)
10:Revolution Blues (4:22)
(all songs written by Israel Nash Gripka, except #10, written by Neil Young)
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DVD: The Making Of Barn Doors And Concrete Floors
01:Watch
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Externe Links:
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