Pump / Breakdown To Breakthrough
Breakdown To Breakthrough
Gute Reviews hat es im Jahr 2004 für den Vorgänger "Against Everyone's Advice" gegeben, und gute Reviews wird Pump auch "Breakdown To Breakthrough" bescheren. Marcus Jürgens, seines Zeichens Ex-Brainstorm-Sänger, hat sich mit seinen Mannen nämlich einer Mischung aus Metal und Hard Rock der alten Schule verschrieben, die nahezu jedem Rockfan gefällt und seitens der Kritiker nicht wirklich nachhaltig angreifbar ist.
Dabei mag jemandem, dem Pump neu ist, das Album nach den ersten zwei Titeln "Revolution On My Mind" und "Blood On The Blade" wie ein logischer Schritt nach vorn eines Mannes anmuten, der zuvor bei Brainstorm beschäftigt war. Aber spätestens danach wird jedem die Marschroute wohl sehr schnell klar.
Pump begeben sich mit diesem Stil trotz der Fast-Garantie zufriedener Konzertbesucher auf ein - zugegeben nur mäßig - gefährliches Gebiet, denn wann immer sich eine Band für den Retro-Stil entscheidet, klopft bald darauf die Langeweile an die Tür. Wirklich neu klingt keine Retro-Band - auch Pump nicht. Aber die Gefahr liegt darin, dass die Songs plätschern, keinen bleibenden Eindruck hinterlassen, zu lasch und ungefährlich sind; und man sich am Ende der Platte nur noch an den ungefähren Stil erinnert.
Pump zeigt, wie es geht. Wie man dem Grundgerüst von Rock und Metal nur ein wenig hinzufügen muss und trotzdem nicht langweilig klingt. Sicherlich gibt es weniger glorreiche und einprägsame Passagen; "Breakdown To Breakthrough" ist jedoch im Großen und Ganzen von Anfang bis Ende unterhaltend. Man erkennt verschiedene Einflüsse, zum Großteil 80er, ohne die Songs schmalzig wirken zu lassen. Gott sei Dank wurde auf eine schnulzige Ballade, die hier nicht reingepasst hätte, verzichtet. Dafür singt Marcus Jürgens kraftvoll und stark, und die Gitarrensoli sind teilweise exzellent und echte Highlights.
Kurzum: Man findet hier zum Großteil guten bis sehr guten Hard Rock und Metal - und er kommt auch noch zur richtigen Zeit raus. Ich freu mich jedenfalls schon drauf, durch die ersten warmen Frühlingstage zu fahren - mit Sonnenbrille auf der Nase, 'nem Zigarillo im Mund, offenem Fenster - und "Alright Now" von der neuen Pump-Scheibe.


Spielzeit: 45:41, Medium: CD, Metal Heaven, 2006
1:Revolution On My Mind (3:30) 2:Blood On The Blade (3:36) 3:Higher (3:48) 4:Save Me (4:20) 5:I Can't Deny (5:15)6. How Does It Feel? (4:28) 7:Alright Now (3:50) 8:Headstrong (4:11) 9:Bulletride (4:36) 10:Heaven High (3:19) 11:Who Made You A Madman? (4:41)
Christoph Segebard, 16.03.2006