Editorial - Januar 2011



Editorial vom 01.01.2011


Jens Groh
Seid gegrüßt, Freunde der Stromgitarrenmucke,
Holla die Waldfee, schon wieder ist ein Monat zu Ende und gleichzeitig auch das Jahr vorüber, und wen die Fressnachten noch nicht zum Platzen gebracht hat, der darf mein Editorial genießen. HARHARHAR!
Das Jahr 2010 hat zwar nicht das erfüllt, was uns früher einmal versprochen wurde, also Raumflüge zu anderen Planeten und so weiter. Dafür haben die Ölkonzerne gleichgültig zugeschaut, wie ein ganzer Meeresabschnitt auf Jahre verseucht wurde, da könnt ich kotzen bei so viel Ignoranz! Und damit kommen wir gleich zum Schlechten:
Mit anderen Daseinsformen Kontakt aufgenommen haben leider nur Personen, die wir hier auf Erden schmerzlich vermissen werden. Sei es Pete Steele, Paul Gray, Steve Lee und natürlich riss der Tod vonRonnie James DIO nicht nur die Metalgemeinde in tiefe Trauer. In der Beziehung war 2010 ein echtes Scheißjahr!
Aber nicht nur die Metaller mussten einige herbe Tiefschläge hinnehmen, auch die Rocker und Blueser wurden vom Sensenmann nicht verschont.
Auch der Dezember war mal wieder mit einigen Hiobsbotschaften 'gesegnet'.
Sei es der mit nur 63 Jahren verstorbene Keyboarder und Sänger Wooly Wolstenholme
(Barclay James Harvest) oder Darren Stafford, der bei einem Verkehrsunfall in Nashville tödlich verunglückte. Außerdem starb Armando Arcosta von den Doom-Vorvätern Saint Vitus an seinem Krebsleiden. Und auch Captain Beefheart, Bobby Woods, Originalbassist der Hooters sowie R&B-Sängerin Teena Marie wurden vom Schnitter heimgesucht.
Nur knapp dem alten Sensenschwinger entfleuchte diesmal Aretha Franklin, die mit Krebs kämpft, Drummer Jörg Michael, der ebenfalls von der heimtückischen Krankheit gepeinigt wird und
Ross The Boss'-Sänger Patrick Fuchs wurde das Blitzeis fast zum Verhängnis, da er einen heftigen Autounfall hatte, diesen aber mit ein paar Rippenbrüchen und einem Schreck überstand.
Apropos Blitzeis: Väterchen Frost hält immer noch die ganze Nation im Griff. Wörter wie Schneechaos machen die Runde und der Volkssport im Dezember war Schneeschippen; die einen mehr, die anderen weniger. Aber ehrlich: früher nannte man so was WINTER verdammt nochmal! Klar ist das schon lästig, wenn man mehr Zeit beim Schnee schippen, als beim Musik lauschen im Wohnzimmer verbringt. Aber für was gibt es denn portable Geräte, wenn nicht, um sich die winterliche Arbeit mit Musik zu verschönen?
Es gab auch so einiges, worüber man den Kopf schütteln konnte, so zum Beispiel der Ausstieg Portnoys bei Dream Theater und dass der gute Bobby bei Sodom seinen Schemel räumen durfte. Oder dass der olle Ozzy überhaupt noch Auto fahren darf, Disbelief wegen irgendwelchem Blödsinn ihre Tour absagen mussten und so weiter.
Über Politik möchte ich mich gar nicht auslassen, da ich immer noch der Meinung bin 'Ich kann immer nur wählen, welche Diebe mich bestehlen, welche Mörder mir Befehlen' - frei nach den
Ton Steine Scherben. Auch über Fußball werde ich nichts schreiben da ich es so wie Lemmy halte, der einmal meinte »Würden die Leute die Energie, statt einem Ball nachzurennen, in Sex unterbringen, hätten sie mehr davon«. Ach ja, unser aller Lemmy wurde am 24. Dezember 65 Jahre alt. 'Saint Lemmy Day' sozusagen. Wobei wir wieder bei der Musik wären.
Und da war das Programm pickepacke voll: Von Blues bis zum derbsten Metal konnte man sich wieder an einigem erfreuen, obwohl die Redaktion sich oft durch viel zu Durchschnittliches hören durfte/musste. Leider muss man da sagen, dass zu viele Bands am Start sind, die zwar ganz gute Fähigkeiten haben, aber denen es doch sehr an Ideen mangelt.
Aber nicht nur Neues wurde bei RockTimes abgefeiert - nein, auch dieses Jahr war der Adventskalender am Start und zeigte mal wieder, mit welchen Perlen die Redakteure ihren Haushalt teilen, und auch dieses Mal waren wieder echte Schätze dabei.
Doch auch viele Konzerte und Interviews (u.a. Russel Allen, Grand Magus, Wolf Hoffmann oder Fritz Rau) waren im Dezember mit dabei - für jeden etwas. Denn das ist bei RockTimes die Maxime: Wenn es rockt, dann ist es gut, egal aus welcher Richtung es kommt. Und so wollen wir auch im neuen Jahr weitermachen und euch ein abwechslungsreiches Programm bieten, das viele anspricht und die, welche über einen weiten Horizont verfügen, mit dem einen oder anderen geilen Stück Musik begeistern.
Dann hoffen wir mal, dass wir im Januar keine, oder weniger Todesnachrichten als im Dezember verbreiten müssen (ich muss zugeben, der Anfang des Editorials war schon ein wenig düster). Immerhin stehen uns im neuen Jahr wieder einige schöne Festivals und Konzerte ins Haus. So wollen dieEagles undIron Maiden mal wieder in Germanien touren. Die alten 'Adler' sogar in China. Journey und Foreigner kommen gemeinsam auf Deutschlandtour, Frampton , Grave Digger Saxon auch, und und und.
Mit Sicherheit werden wir bestimmt den einen oder anderen unter euch wieder so manches musikalisches Schätzchen anpreisen können, denn Uriah Heep wie auchWhitesnake wollen neue Alben unters Volk bringen.

Das beste zum Schluss: Noch bis zum 8. Januar könnt ihr an unserer großen Jahresverlosung teilnehmen. Es warten viele Preise ...
In diesem Sinne: Horns UP!!!!
Cheerz, Jens
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