Editorial / Januar 2013



Editorial vom 01.01.2013


Mike Kempf
Zum alljährlichen Jahreswechsel werden sich am Neujahrstag vermutlich wieder zahlreiche Musikfreunde im Badezimmer die Frage stellen: »Soll ich, oder soll ich nicht?« Gemeint ist der Schritt aufs digitale 'Wiegebrett', die einem in Sekundenschnelle schonungslos verrät, wie viele Kilos sich durch den Verzehr von Dominosteinen, Lebkuchen, gebrannten Mandeln, Gänsekeulen, Klößen, Rotkohl und anderen Leckereien auf den Rippen festgesaugt haben. Ebenso wird recht schnell analysiert, mit wie viele Liter von Glühwein, Feuerzangenbowlen, diversen 'Herrengedecken' und unterschiedlichsten Pilsgebräuen diese Köstlichkeiten ins Innere begleiteten. Dass anschließend die meisten in einem Schockzustand sofort gute Vorsätze in Form vom strikten Abnehmen, sich künftig mit reichlich sportlichen Aktivitäten dem Übergewicht entgegen zu stemmen und, na logisch, auch umgehend das Rauchen einzustellen, vornehmen, wiederholt sich ebenfalls Jahr für Jahr.
Von unserem Team gab es in Form unseres beliebten Adventskalenders auch eine alljährliche Wiederholung, indem es so manch' vergessene Perle zu entdecken galt. So eröffnete mein Berlinkollege Holger am 1. Dezember mit The Beatles den Kalender, dem Wolfgang
The Walker Brothers folgen ließ.
Unser Punk-Experte Moritz nahm NOFX unter die Lupe, anschließend resümierte Sabine über Oingo Boingo, dem Joe Skip James folgen ließ.
Für den Nikolaus fühlte sich Udo mit Van Halen zuständig.
Markus haute für seine Violent Femmes-Rezension fleißig in die Tasten und Boris empfahl 'sein' Dream Theater.
Folgend stellte ich meine erste erworbene Schallplatte May Blitz (1971) vor und einen Tag später entschied sich Jochen für eine Reportage über Cold Chisel.
Unsere jüngste Mitarbeiterin Nadja entschied sich für Dead Kennedys, dem Andrea anschließend Iron Maiden hinzufügte.
Unser Fußballexperte in Sachen Rot-Weiß-Essen, Daniel, fand lobende Worte für Georg Hatcher, während Grit an Blonde On Blonde erinnerte.
Schwermetallliebhaber Jens berichtete über Bolt Thrower und dann war auch schon wieder unser 'Vielschreiber' Joe mit Primal Scream an der Reihe.
Steve nahm sich Törner Stier Crew auf die Hörner und Sabine ließ mit Bob Geldof ihren zweiten Beitrag folgen. Marius erinnerte mit Slime ans Jahr '83, RockTimes-Oberhaupt Ilka widmete sich The Honeydrippers und Andrea gab am 21. Dezember eine Statement über Risk ab. Der vierte Advent gehörte dann Markus, der sich Velvet Underground vornahm. 'Exotenfan' Ulli war so richtig mutig und setzte sich mit "666" von Aphrodite's Child auseinander. Doch keine Panik, Ulli gehört keinem Satanskult an, sondern filterte nur die musikalischen Finessen des Albums heraus. Schließlich war es meinem Bluesbruder Jürgen vorbehalten, dem Heiligabend mit Frumpy die Krone aufzusetzen.
Zwischendurch wurde man durch die Medienlandschaft immer wieder daran erinnert, dass am 21. Dezember der Weltuntergang bevorstünde. Um sich diesem Thema nicht zu verschließen, wurde auf unserer Facebook-Seite der Aufruf gestartet, welche Musikanten in der Lage wären, der Erdkugel gänzlich den Garaus zumachen. Dabei wurden zahlreiche, oftmals witzige Beiträge, gepostet. Mittlerweile, da mein Dezember-Resümee nun für jedermann zu lesen ist, ist auch klar, dass sich die Erdkugel weiterhin dreht.
Während Skisprunglegende Martin Schmitt besonders im Dezember krampfhaft versuchte, sich für seine gefühlt 50. Vierschanzentournee zu qualifizieren (Ergebnis stand beim Schreiben dieser Zeilen noch nicht fest), gab es von unserer Seite aus neben zahlreichen CD- und DVD-Kritiken, wie jeden Monat, einige Bands, die wir live unter die Lupe nahmen, wobei Jürgen mit vier Konzertbesuchen, u. a. White Cowbell Oklahama , Epitaph, Paul Camilleri und Zed Mitchell besonderen Arbeitseinsatz zeigte. Jochen und Holger traten beim Tourbericht über Deep Purple, sowie Markus und Sabine, die sich Brett Hunt & Philip Bölter anschauten, als Team auf und berichteten gemeinsam. Norbert war es, der dem Folkclub Isaar einen Besuch abstattete, um über Chris Kramer ein paar Zeilen zu schreiben. Während unser Ex-Mitarbeiter Olaf Oetken einen Beitrag aus dem Meisenfrei vom Dan Baird & Homemade Sin-Gig in Worte fasste, gab es schließlich von Simone Wlodarczak noch einen Gastbeitrag über ein Doro-Konzert aus Kiel.
Unsere Gourmet-Abteilung in Gestalt von Ilka, Ulli und Steve nahm sich ausreichend Zeit, um sich ihre Geschmacksnerven mit einer Weinverköstigung der besonderen Art verwöhnen zu lassen. Ein Artikel, der die Flexibilität unseres Team fett unterstreicht und letztlich beweist, dass wir uns mit fast allem auseinandersetzen, wenn es im Zusammenhang mit Rockmusik steht.
Zum beliebten Frage- und Antwortspiel stellten sich neben Eric Sardinas noch Tom Corbett zur Verfügung. Im ersten Augenblick mag es nun nicht unbedingt sonderbar erscheinen, wenn sich Musiker uns zu einem Interview zur Verfügung stellen, aber wenn mein Kollege Wolfgang Tom Corbett bei sich zu Hause empfängt, dieser sich alle Zeit der Welt nimmt, um ausgiebig Wolfgangs Fragen zu beantworten, kann nicht nur Wolfgang besonders stolz auf Erreichtes sein, denn Mister Corbett gönnt unseren Lesern ein paar Einblicke in seine Welt, die man sonst nicht unbedingt zu lesen bekommt.
Insgesamt betrachtet denke ich, hat unser Team durch erstklassigen Einsatz unsere Leserschaft, wie auch in den Jahren zuvor, mit tollen, informativen Beiträgen versorgt. Weiterhin darf nicht vergessen werden, dass wir über eine einzigartig große Tourdatenbank verfügen, die vermutlich ihresgleichen sucht. Wer täglich in Sachen Musikneuigkeiten auf dem Laufenden gehalten werden möchte, der kann sich über unsere 'News' bestens informieren.
Das kommende Jahr wirft schon erste Schatten voraus. Die Gerüchteküche brodelt bereits auf Höchsttemperatur, somit weiß schon die ganze Welt von der bevorstehenden AC/DC-Tour. Allerdings weiß niemand Genaueres, z. B. wo und wann die Gigs stattfinden sollen. Warten wir es mal ab. Unser Team wird sich auch in den kommenden zwölf Monaten wieder die Finger wund tippen, um über CDs, DVDs, LPs, Bücher, Konzerte, Neuigkeiten und Interviews zu berichten. An dieser Stelle möchte ich noch mal darauf hinweisen, dass RockTimes von seinen Machern hauptsächlich in den Freizeitstunden gestaltet wird. Als 2004 RockTimes ins Leben gerufen wurde, konnte niemand ahnen, dass sich unsere Leserschaft Jahr um Jahr enorm steigern würde und unser Anspruch dementsprechend immer professionellere Züge angenommen hat. Eine Entwicklung, auf die unser Team mächtig stolz ist!
Im Namen der RockTimes-Redaktion wünschen wir unseren Lesern die wohl wichtigsten Dinge, die einem widerfahren können: viel Gesundheit, ein harmonisches, friedvolles Leben und weiterhin viele Glücksmomente, und das nicht nur in Sachen Musik. Wir bleiben auch 2013 für Euch dicht am Nabel der Musikszene, um Euch weiterhin ausgiebig über 'gute Musik' zu informieren.
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