RockTimes-Redaktionstreffen in Ilten
RockTimes Bier & Steaks & Rock'n'Roll
(und acht Stunden harte Arbeit)





Fotos: Ilka, Norbert, Ulli

Zwischenruf vom 09.10.2007


Norbert Neugebauer
RockTimesEs ist schon erstaunlich, dass so ein Laden wie RockTimes ohne regelmäßige Zusammenkünfte funktioniert. Erst zum zweiten Mal seit der Gründung 2004 traf sich der Großteil der aktuellen Redakteure zu einer Arbeitssitzung am 29./30.09.2007 in Ilten vor den Toren der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover. Kollege Jürgen Bauerochse aus dem nahen Harz hatte die für uns ideale Location ausgesucht: Das Hotel Deutsches Haus samt integriertem Rocklokal Soundcheck, in dem uns Wirt Drago Piric alle Möglichkeiten zu sehr fairen Bedingungen eröffnete.
RockTimesZunächst mal ein Wort vorab, wie RockTimes so läuft. Wir sind ein reines Amateur-Online-Magazin, Rockmusik-Liebhaber ohne jegliches finanzielles Interesse und ohne irgendwelche Abhängigkeiten von Promotern, Werbung oder sonst was. Und alles, was an Kosten anfällt, wird von den Redaktionsmitgliedern selbst und ausschließlich ohne Fremdeinnahmen getragen! Die 14 Redakteure sind in ganz Deutschland (samt Außenstelle in Endicott, New York) verstreut, von Anfang Zwanzig bis knapp über Fünfzig, haben die unterschiedlichsten Musikgeschmäcker und sind von ebensolcher beruflicher Herkunft. Ein Teil ist leider ohne feste Arbeit, auch gesundheitlich sind nicht alle fit, was nur unterstreicht, dass wir unser RockTimes wirklich mit ganzem Herzblut und vollem persönlichen Einsatz bestreiten. Natürlich auch mit der großen Toleranz unserer Familien.
RockTimesMit unterschiedlichem Aufwand werden neben der reinen Schreiberei über die Mucke auch noch die täglich erforderlichen Redaktionsarbeiten, sprich technische Aufbereitung, Korrekturlesen, Info-, News- und Tourdatendienste, Kommunikation mit Lesern, Musikern, Labels, Promotern und das ganze Drumherum bestritten. Dazu gibt es eine interne Aufgabenverteilung. Daneben haben wir auch noch freie Mitarbeiter und Gastschreiber, die natürlich ebenfalls unentgeltlich tätig sind. Der 'Lohn' sind die zu besprechenden Scheiben, der kostenlose Eintritt zu den Konzerten und der oft persönliche Kontakt zu den Künstlern, was aber schon sehr reizvoll ist, oder? Die Fäden laufen in Waldfischbach in der hintersten Pfalz bei Ilka und Ulli Heiser zusammen, die auch alle Arbeiten koordinieren. Ilka ist nicht nur unsere nominelle 'Chefin', sondern auch der Hauptansprechpartner für alle Labels, Promoter usw., die uns die zu besprechenden Scheiben zuschicken. Darüber hinaus für die Akkreditierungen zu den Konzerten und was sonst noch so mit Externen läuft, zuständig. Als einzige Frau im Laden unzweifelhaft auch die 'gute Seele', ohne die nicht viel laufen würde! Ansonsten gibt es allerdings keine 'Hierarchie', alles wird im Prinzip gemeinsam gemacht und entschieden.
RockTimesDie gesamte interne Kooperation und Kommunikation läuft über eine Mailingliste, telefoniert wird natürlich auch. Dass sich einzelne RockTimer auch mal bei Konzerten treffen, ist bei den großen Wohnsitz-Entfernungen eher selten. Deshalb ist es eigentlich schon verwunderlich, dass das Mag so gut, wenn auch wie überall, nicht reibungslos, funktioniert. Gerade deswegen war das persönliche Kennenlernen in Ilten nun längst überfällig. Dass nicht alle kommen konnten, war anhand unserer Konstellation von vornherein klar, aber immerhin neun Redakteure und ein Gast hatten zugesagt und waren auch mit leichter Verspätung eingetroffen. Das Regen- und Stau-Chaos-Wochenende in Niedersachsen machte leider einigen auf der Straße zu schaffen.
RockTimesWirt Drago hatte uns den Aufenthaltsraum seiner Kegelbahn zur Verfügung gestellt, ein Fass nur für uns angezapft (das von den Jungvermählten Heisers gestiftet wurde), Zutaten besorgt und den Grill angeschürt. Nur bedienen mussten wir uns selbst, was aber locker nebenher lief. Wenige Kollegen kannten sich schon aus früheren Begegnungen, die meisten erlebten sich nun erstmals 'live'. Von 14 Uhr bis 22 Uhr wurde mit einigen 'Rauchpausen' (zum dringend erforderlichen Frischluftschnappen für die leidgeprüften vier Nichtraucher unter den sechs 'Kampfrauchern') sehr konstruktiv gearbeitet, wobei auch anstehende Probleme ohne Zoff gelöst werden konnten.
RockTimesNeun Redakteure, von Haus aus sehr mitteilungsbedürftig, die sich zum ersten Mal sehen - sicher auch für Außenstehende vorstellbar, was da abging. Genau das, was sich der gemeine Rockfan unter einem solchen Redaktionstreffen vorstellt: Neun Quatschköpfe, die durcheinander reden und gestikulieren, dabei die dicken Rauchschwaden durcheinanderwirbeln; auf dem Tisch neben den überquellenden Aschenbechern und halbvollen Kaffeepötten, für einen Franken zu kleine Trinkgefäße mit sehr gewöhnungsbedürftig herbem Bier, ketchupbeschmierte Teller mit Grillresten, Fotoapparate, eine Digi-Cam, fleckige Unterlagen, Tabakbeutel (nein keine Joints!) sprich: Das ganze Klischee!
(Der Pfälzer: Die Trinkgefäße waren nicht nur für den Franken zu klein).
RockTimesAber das Chaos hatte durchaus System, das beachtliche Arbeitspensum war in einem Aufwasch geschafft, sodass sich die ganze Mannschaft danach in das Konzert gleich nebenan im Soundcheck stürzen konnte. Zwei Rockabilly-Bands, Eddy & The Backfires aus der Umgebung und Velvetone aus Bremen mit Schmalztollen, Röhrenhosen und altem Equipment ließen die Jugendzeit des Rock'n'Rolls auferstehen. Die Bude war voll mit entsprechend aufgemotzten Fans und wir hatten 'backstage' unseren Spaß bei der Oldtime-Mucke. Zwar für die meisten von uns sehr ungewohnt, aber trotzdem richtig gut; klasse Bands, klasse Laden! Auch dabei waren wir auf 'gleicher Welle'.
RockTimesSo stand am nächsten Morgen ein sehr entspanntes Frühstück am großen Wirtstisch noch als einziger 'Tagesordnungspunkt' an, bei dem wir frische Kräfte für die Heimfahrten in alle Richtungen tankten. Mit leichtem Kopfschütteln wurde allerdings die Meldung des erstaunten Wirts zur Kenntnis genommen: Wir hätten 'überdurchschnittlich' viel Bier getrunken, so gut 40 Liter. Der junge Mann hatte wohl das erste Mal mit einer richtigen Rocker-Truppe zu tun (ausdrücklich angemerkt: Unsere Scheffin verkonsumierte ausschließlich - aber auch nicht wenig - Wein und unser Gast meist nur Cola). Wenn's jetzt noch ein schönes Huppendorfer aus dem glücklichen Bierland Oberfranken statt des Härke-Pils' gegeben hätte - da wär wohl der Bierkeller leer gewesen!
Alle RockTimer kehrten dann ohne Probleme heim und mit neuer Motivation zurück an ihre RT-Freizeitarbeit. Das nächste Treffen soll nun schon im kommenden Jahr stattfinden, mal sehen, ob wir unseren 'Ami' Markus dazu auch einfliegen lassen können. Vielleicht findet sich ja ein betuchter Edel-Fan, der das sponsort
Ach übrigens: RockTimes sucht immer Verstärkung, egal aus welcher Stil-Ecke, Hauptsache sie rockt! Neben dem entsprechenden musikalischen Background ist nur ein vernünftiges Deutsch vonnöten, den Rest machen wir schon!
Herzlichen Dank nochmal unserem Wirt Drago Piric samt Familie, das war echte Gastfreundschaft, die wir in der Kürze wirklich genossen! Sein Deutsches Haus samt dem Soundcheck können wir allen Rockfreunden nur empfehlen, zumal er auch günstige Übernachtungsmöglichkeit in schönen Zimmern nach den Konzerten bietet.
Impressionen des Treffens
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