2.Southern Rock Night in Bonn
Im südlichen Westen

Vorwort der Redaktion:
Janos Wolfart erkundet die Szene! Wir waren dabei, als er bei der Molly Hatchet-Show in Bonn den im Text erwähnten Flyer für die 2. Southern Rock Night erhalten hat. Seine Vorfreude schien grenzenlos.
"Da müssen wir hin! Das können wir uns doch nicht entgehen lassen!"
Nun, Janos war da! Janos hat Gesprächspartner gefunden! Janos leistete Aufbauarbeit!
Aber lest selbst:
2. Southern Rock Night in Bonn (oder: Jacksonville is in Germany?)
Was macht man als Southern Rock Fan in der ehemaligen Hauptstadt Freitag abends, wenn man gerade nichts zu tun hat? Trinkt man ein Kölsch in der "Bönnsch"? Besucht man ein Spiel der Telekom Baskets? Oder geht man früh schlafen? Nein, nein, weit gefehlt!
Man geht zur zweiten 'Southern Rock Night' (Untertitel: 'Mit alten und neuen Bekannten'), veranstaltet in der Altstadt-Kneipe Pinte. Ich hätte nie im Leben von dieser Veranstaltung erfahren, wenn ich nicht beim Molly Hatchet-Konzert letzte Woche in der Bonner 'Harmonie' einen orangenen Flyer in die Hand gedrückt bekommen hätte. Der Bandname an höchster Stelle, nämlich Foghat, machte mich ein wenig stutzig, da man normalerweise diese Band nicht zu den Southern Rock Bands zählt, aber auf den zweiten Blick entdeckte ich Doc Holliday, Lynyrd Skynyrd, Blackfoot, Molly Hatchet und Allman Brothers Band und es wurde klar, dass man mit einem kleinen Ausflug in die Bundeshauptstadt nicht viel falsch machen konnte.
Kurz nach halb neun in der kleinen Kneipe angekommen, machte ich die Erfahrung, dass ich erst der zweite Gast war. Also machte ich zunächst Bekanntschaft mit dem Organisator der 'Fete', Jürgen Both und dem DJ namens Dani (Nachname leider entfallen). Was sich als erstes im Gespräch herausstellte: Sie haben leider noch nie etwas von der deutschsprachigen 'Southern Rock Mailing-Liste' gehört, von der erstklassigen fränkischen Southern Rock Band Flatman gar nicht zu reden. Lizard war ihnen bekannt ("schon mal gehörtů"), aber aufgefallen ist mir leider kein Song während des ganzen Abends. Stattdessen gab es Lieder vom neuen, aber eher mittelmäßigen Vicious Cycle-Album von Skynyrd, dazu noch "Whiskey Man" von der Neu-Inkarnation von Molly Hatchet. Wieso nicht mit Danny Joe Brown, dem ja u.a. diese Party gewidmet war? Lobenswert war, dass man auch Musik aus dem Dunstkreis des Genres zu hören gekriegt hat, so durfte z.B. Travis Tritt seine "Honky Tonk History" erzählen.
Als ich einige Flyer des Southern Rock Listentreffens auslegte, fallen manche dann wieder in Staunen, und zwar nicht nur über das Treffen selbst, sondern über Voodoo Lake ("Ach, Southern Rock gibt es auch in Italien?"). Hier muss ich leider innerhalb von sieben Tagen zum zweiten Male feststellen, wie schlecht die deutschen Südstaatenrock-Fans informiert und organisiert sind, manche kennen nicht einmal die 'Bibel' der Szene, nämlich das Southern Rock Archiv. Die vielen tausend Liebhaber dieser Musikrichtung kennen die entsprechenden Institutionen nicht, wissen nicht, wo man Nachrichten bekommt. Hier muss nachgeholfen werden! Zum Glück war jemand - eher zufällig - von der Southernrockliste dabei, mit dem der Abend gut verlief.
Die passende Dekoration zur Party bestand aus zwei Rebel Flags, man versprach jedoch Fotos vom Blackfoot-Auftritt 1985 in Knebworth und ein paar Poster aufzuhängen, damit noch mehr für die richtige Southern-Rock-Atmosphäre getan wird. Denn die nächste 'Southern Rock Night' findet am 20. Mai statt, mit der Präsentation und Verlosung des neuen Molly Hatchet-Albums Warriors Of The Rainbow Bridge. Aufruf an alle: beim nächsten Mal hingehen!
Nachwort der Redaktion:
Janos wird sicher Stammgast werden bei den Southern Rock Nights in Bonn. Wir können uns seinem Aufruf nur anschließen: Hingehen - Mitfeiern!


Janos Wolfart, 06.05.2005